Manchmal frage ich mich…

Locken1

… was treibt mich an?

Seit Jahren nun trage ich die Idee von agile-living mit mir herum. Mal verwende ich mehr Zeit darauf, mal weniger – je nachdem, was sonst so los ist in meinem Leben.
Nun habe ich mich entschlossen, mehr Zeit dafür einzuräumen und meiner Idee mehr Leben zu geben.

Dabei bin ich über die Frage gestolpert, was mich antreibt für agile-living zu gehen und mehr noch, was mich antreibt, um dabei zu bleiben.Natürlich möchte ich gern etwas tun, was mir Spaß macht, mich mit den Themen beschäftigten, die mich interessieren und die ich spannend finde. Allerdings gibt es so viele spannende Bereiche, das Leben ist so bunt und voller Möglichkeiten.

Warum also Agilität und GFK? Warum der Wunsch, die Ideen, Prinzipien und Modelle dahinter zu leben und weiterzugeben?

Heute weiß ich, dass es die Haltung hinter diesen Modellen ist, die dazu beitragen, meine größte Sehnsucht zu erfüllen.Die Sehnsucht nach Strategien und Lösungen, welche die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigen und jeden sein Potenzial ausschöpfen lässt.

Ich bin überzeugt, dass wir nur miteinander, in Einklang mit unserer Gemeinschaft, erfolgreich leben können.

Der Preis, Entscheidungen zu treffen, die nicht die Interessen der Betroffenen berücksichtigen, ist hoch.
Vertrauen und Loyalität sind die Basis für nachhaltigen Erfolg. Die Voraussetzung dafür entsteht aus der Balance der erfüllten Bedürfnisse und Interessen aller Beteiligten.Manipulation über personenbezogene Belohnung lässt Menschen nur für ihren Bonus gehen. Sie tragen nicht dazu bei an das große Ganze zu denken. Manipulation über Angst lähmt die Kreativität der Menschen und wir verlieren die Kraft ihres Potenzials.Deshalb geht meine Sehnsucht dahin, Lösungen zu entwickeln, bei denen alle Beteiligten mitgehen können.
So können wir Lösungen entwickeln, die nachhaltig unser Leben bereichern, weil wir alle die Möglichkeit haben, unsere Potentiale zu leben und weiterzuentwickeln.

Aber wie kann das gehen? Es scheint so als wollen alle etwas anderes. Wie sollen wir zu gemeinsamen Entscheidungen kommen?

Ich möchte daran glauben, dass alle Menschen gute Gründe haben für ihr Handeln. So wie ich selbst. Wenn ich die guten Gründe verstehe, dann lassen sich Lösungen finden, die alle bereichern.Wie das möglich ist? Nehmen wir das Beispiel unser Bedürfnis nach Wertschätzung. Wir alle haben dieses Bedürfnis , zu oft unterschiedlichen Zeitpunkten und meist mit der Sehnsucht nach ganz unterschiedlicher Erfüllung.Der eine wünscht sich ein “Danke” für sein Tun. Eine andere erlebt Wertschätzung, wenn sie einen Blumenstrauß bekommt, ein dritter sehnt sich nach einer Gehaltserhöhung und ein weiterer möchte die Beförderung. Viele unterschiedliche Strategien, um sich wertgeschätzt zu erleben.Welche ist nun “richtig”? Alle oder keine, nicht wahr? Und wie können wir uns alle gut füllen? Vermutlich, wenn wir unsere, persönliche, Lieblingsstrategie erleben.

Ja, werden Sie denken, das kann ja nicht gut gehen. Wie soll das zusammen gehen?

Gleichzeitig wird es sehr wahrscheinlich eher nur selten zusammen gehen. Ich habe jedoch erlebt, dass ich flexibel sein kann, wenn ich darauf “vertraue”, dass auch meine Interessen Raum finden. Und so kann ein lebendiges miteinander, nacheinander, nebeneinander entstehen.

Die agilen Prinzipien und die Haltung der GFK unterstützen ein wertschätzendes Miteinander. Wir alle wollen uns mit jedem Tun Bedürfnisse erfüllen. Wir alle geben zu jedem Zeitpunkt das Beste, das uns in diesem Moment möglich ist. Und wir können lernen.Damit können wir Arbeiten. Wir können experimentieren, was funktioniert und was nicht. Wir können reflektieren und auf die Konsequenzen reagieren. Wir können uns erproben und unser Potential entfalten. Wir können uns Lösungen nähern, welche von allen Beteiligten mitgetragen werden.

Das treibt mich an . Deshalb bleibe ich dabei.

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